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Letztes Update: 4. Jänner 2012


 

AUF DIESER SEITE

 

Das Cosima Panorama - Uraufführung eines Theatertextes von Katharina Tiwald - Inszenierung: Peter Wagner

Statement zu "90 Jahre Burgenland - Ein jubilierendes Land im Dialog" von Peter Wagner

Abschlussdreh für den Eros-Kadaver-Film an einem geteilten Friedhof mit einem geteilten Sarg

Peter Wagner ist neuer Obmann des Offenen Hauses Oberwart - Kurier-Artikel

Pedale und Poesie - 18 Märchen von Peter Wagner drapieren einen Rad- und Wanderweg durch die Wart

Neu auf YouTube: Ausschnitt aus "Die Kardinälin", Stück und Regie: Peter Wagner

Dreharbeiten für DIE EROS KADAVER SHOW in Österreich und Mexiko 2010

"Die Burgenbürger" - 2 Videos zu einer Romansatire auf YouTube

 


31. Dezember 2011 / 20:30 - DAS COSIMA PANORAMA
Theaterpremiere
Offenes Haus Oberwart

Nähere Informationen zum Programm des Kultursilvesters

Text und Interviews: Katharina Tiwald
Text- und Interviewmontage, szenische Einrichtung, Bühne und Regie: Peter Wagner

FOTOS Probe 29. Dezember 2011: Christian Ringbauer
(FOTOS PREMIERE - siehe unten!)

Besetzung:
Cosima: Katharina Tiwald
C1 / Tanz: Vera Neubauer
C2 / Gesang: Eveline Rabold
R / Schattenriss Wagners: Siegfried Steiner
Trommler: Fenenc Chincsi

Interviewpartnerinnen: Fria Elfen, Miriam Herlicska, Paula Molin-Pradel, Beatrix Rehm, Petra Schmögner, Elisabeth Schwarzl, Helene Tiwald

Musikalischer Support: Rainer Paul
Lichtdesign: Alfred Masal
Technik, Ton und Video: Mario Horvath, Georg Müllner
Bauten: Herbert Polzhofer
Transkription der Interviews mit Mitwirkenden: Maria Racz
Büro und Presse: Lisa Baumann, Wolfgang Spitzmüller

Gleichzeitige Ausstellungseröffnung "Verzopfungen" - Fotos: Eveline Rabold; Fotoinszenierung: Peter Wagner; Interviews: Katharina Tiwald

Weitere Vorstellungen

Do, 5. Jänner 2012, 20:00
Fr, 6. Jänner 2012, 20:00
Sa, 7. Jänner 2012, 20:00
Fr, 13. Jänner 2012, 20:00
Sa, 14. Jänner 2012, 20:00
So, 15. Jänner 2012, 11:00 Matinee

 

Interview mit Peter Wagner über "Das Cosima Panorama"

Maria Racz: Der erste Teil von „Das Cosima Panorama“ besteht aus einem Monolog Cosimas. Wie wird daraus ein szenisches Stück?

Peter Wagner: Prinzipiell ist alles, was in der Beziehung zwischen Darsteller und Publikum passiert, so etwas wie ein Stück, ein Stück Kommunikation und – was für das Theater entscheidend ist - Kommunion. Für mich als Regisseur, der sich selbst ja auch als Autor im Hintergrund hat, ist es darüber hinaus wichtig, das auf die Bühne zu bringen bzw. zu verstärken, was für mich das dramatische Erlebnis in seiner orginären Voraussetzung ausmacht: den Konflikt, sei er komisch oder tragisch oder komisch und tragisch zugleich angelegt. Im Fall des Theatertextex von Katharina Tiwald wäre es durchaus denkbar, dass sich eine Darstellerin auf die Bühne setzt und ihn mit dem Publikum verhandelt, wie er ist. Mir selbst wäre das zu wenig, oder sagen wir: ich habe von vorne herein große Lust, einen Text auch noch auf anderen Ebenen der Darstellung und Ausformung zu durchleuchten, denn tatsächlich besteht ja Theater auch aus Techniken, die allesamt das Zeug dazu haben, uns in die suggestiven Ebenen einer Person, einer Szene, einer dramatischen Handlung zu entführen: Licht, Ton / Musik, visuelle Medien – und das Zusammenspiel mit anderen Genres der Bühnenkunst. Katharina selbst hat ja schon durch die zweite Ebene, die sie dem Stück konzeptionell verordnet, nämlich



Interviews im Sinne der „oral history“, angedeutet, dass das Stück eine bzw. mehrere weitere Spielebenen besitzt bzw. besitzen soll, und es ist ja auch schon aus dem Titel erkennbar, dass die Thematik des Stücks (nicht des von ihr verfassten, fiktionalen Textes!) sich nicht nur auf eine Person, in diesem Fall auf die Liszt-Tochter Cosima beziehen soll, sondern auf einen ganzen Fächer, der durch die Interviews mit Frauen der Gegenwart sich entfalten soll. Schon in der Begegnung zwischen zwei einander völlig fremden Vermittlungsebenen, nämlich hier der fiktionale Text, dort die aufgezeichnete Sprache und das Konterfei real existierender Personen, birgt das für das Theater Unabdingbare, nämlich den Konflikt. Aber nicht nur das: so habe ich – auch weil ich das Vertrauen von Katharina nach bereits zwei andereren Inszenierungen ihrer Texte besitze - vier weitere Figuren in die Dramaturgie des Stückes eingefügt, die allerdings ganz eng mit der Hauptfigur verknüpft sind. Streng genommen sind es Versatzstücke von Cosima, Dämonen ihres eigenen Innenlebens. Ich werde, ganz im Sinne der Traumtheorien Freuds, das Konzept so anlegen, dass sich über das Zusammenspiel der Figuren, die sich im tänzerischen und musikalischen Bereich bewegen, das traumatische Seelengefüge der Cosima Wagner als ein umfassend gedachtes psychisches Erlebnis erzählt.



Maria Racz: Für das Klagenfurter Ensemble hast du heuer ein Stück über Tina Modotti inszeniert. Diese stellt einen krassen Gegensatz zu Cosima dar – sie lebte ihre künstlerische Ader aus, war eine Linke, wie es im Untertitel heißt „eine Frau mit Rouge auf den Fäusten“. Wie siehst du nun Cosima, wie sieht sie neben Tina Modotti aus?

Peter Wagner: Ja, es ist in der Tat eine interessante Begegnung, die ich im Laufe eines Jahres mit zwei Frauengestalten des vorletzten und letzten Jahrhunderts über den stets erkenntnisreichen Umweg des Theaters hatte. Einerseits könnten die beiden Frauen unterschiedlicher gar nicht sein, andererseits finden sich aber auch einige Parallelen. Wobei mich eigentlich mehr die Parallelen interessieren, obwohl die eine eine ausgemachte Antisemitin und schließlich auch Faschistin war, die den Nazis den kulturpolitischen Teppich über das Weihefestspiel Bayreuth auslegte, die andere eine glühende linke Revolutionärin, die sich nach ihrer Karriere als Hollywood-Starlet und Fotokünstlerin dem Stalinismus verschrieb und somit ebenfalls in einem totalitären Symstem landete, von dem sie dann ja vermutlich auch exekutiert wurde, zumindest mentalitär. Für mich sind bei beiden Frauen wenigstens zwei markante Analogien vorhanden, die, wie ich meine, tief in Kraft und Schicksal weiblicher Biographien der vergangenen 150 Jahre greifen: einerseits die große künstlerische Begabung, der eminente Drall zur Kunst, den die eine unterdrückt, die andere zunächst zwar auslebt, um ihn dann aber ebenfalls zu unterdrücken und nicht einer Person – wie Cosima -, sondern einer Idee, dem Kommunismus, zu opfern. Beide haben sich also zu Handlangern ihrer weltanschaulichen,

durchaus von Männern entworfenen Konzepte gemacht und dabei ihr tiefstes Eigenes der Verkümmerung preisgegeben. Hier wäre ein Spagat zu ziehen zwischen der Größe solch eines Opfers und dem Fanatismus ihres Kampfes um eine aus ihrer je eigenen Sicht idealen Welt. Die zweite markante Analogie, die ich sehe, ist zweifelsohne der Preis, den beide für ihr Selbstopfer zahlten: eine fast greifbare Einsamkeit, über die bei Cosima zwar die große Inszenierung Bayreuth und die Inszenierung der Wagner-Familie hinwegtäuschen könnten, bei Tina Modotti ihre scheinbare Eingebundenheit in internationalistische, revolutionär-familiäre Strukturen. Und doch kann man ihre Einsamkeit fast mit Händen greifen, eine Einsamkeit, die darin besteht, dass exzeptionelle Charaktere, die sie waren, die Selbstverleugnung, den sich auf sich selbst beschränkenden mütterlichen bzw. analog dazu revolutionären Dienst, den dienenden Duktus mit dem Grundgefühl des Verrats bezahlen, mag es sich offen äußern oder sublimiert in teils absurd heroischen Begängnissen. Ich spüre jedenfalls, wie sich da zwei Frauen gerade durch ihre Selbstverleugnung in eine Art seelische Isolation oder auch Melancholie manövrieren. Besonders tragisch wird das natürlich dann, wenn – wie bei Cosima - dieses Vereinsamen auch noch im Sinne des Dienstes am Genie eines anderen vor sich selbst gerechtfertigt wird.

Interview mit Katharina Tiwald

 

FOTOS PREMIERE 31. Dezember 2011: Christian Ringbauer





 

 


Statement zu "90 Jahre Burgenland - Ein jubilierendes Land im Dialog" von Peter Wagner

 


 

Abschlussdreh "Die Eros Kadaver Show"
6. August 2011: Schlussdreh am Friedhof Hagensdorf-Luising. Die eine Hälfte des Gottesackers gehört den Hagensdorfern, die andere den Luisingern. Auch die (männliche) Leiche ist zweigeteilt: den Kopf tragen zwei Frauen, den Körper vier Uniformierte. Bestattung in Form und Inhalt wurde versprochen ...

 




Weitere Standbilder aus dem Film

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Offenes Haus Oberwart: Bastion voller Kämpfer
Der neue Vorstand rund um Regisseur Peter Wagner will dem OHO wieder mehr öffentliches Gewicht verleihen.


Team: Wagner (li.) ist neuer Obmann, Masal bleibt Geschäftsführer

Die Persönlichkeit des Hauses könne sich durchaus etwas verändern und einen neuen Schliff bekommen. Selbstbewusst und kämpferisch präsentieren wir uns, als Antipode zur Hochglanzkultur", erklärt der neu gewählte OHO-Obmann Peter Wagner im KURIER-Gespräch.

Vorstand
Der Regisseur und Schriftsteller war schon bei der Gründung des Jugendhauses in den 80er Jahren dabei, seit Sonntag leitet er den achtköpfigen Vorstand des Offenen Hauses. Er will das OHO wieder verstärkt in den öffentlichen Diskurs einbinden, mit den "spielerischen Mitteln der Kunst".
Ein Hauptaugenmerk solle auf Theatereigenproduktionen liegen. "Beim Fördergeber muss ein Verständnis für Theater geschaffen werden, auch wenn Eigenproduktionen viel Geld kosten", sagt Wagner. Junge Autoren aus der Region würde es genug geben, die auch große Stücke schreiben können, wie Katharina Tiwald oder Clemens Berger.

Aber auch die junge Musikszene soll wieder verstärkt ans Haus gebunden werden. "Dazu haben wir Georg Müllner im Vorstand, der selbst Musiker ist und Bassist bei der Band Cameron war", erklärt Wagner. In Sachen Galerie und bildende Kunst seien im Vorstand der Künstler Wolfgang Horwath und Marianne Mészáros, die Erfahrungen im Kunstmarketing mitbringt, vertreten. Allgemein sieht Wagner in der neuen Besetzung des Gremiums "einen qualitativen Sprung".
Die Geschäftsführung wird weiterhin Alfred Masal inne haben. Finanziell stehe das Haus gut da. "Kultur ist das Luxusgut einer Gesellschaft", erklärt Wagner, ohne Förderungen würde es nicht gehen. Die etablierten Schienen wie die Tanz- und Filmtage oder die Buchwoche würden weiterhin bestehen. "Für mich ist das OHO nicht nur ein gewachsenes Juwel mit einer soliden Struktur, sondern geradezu eine Bastion trotzigen Beharrens auf dem je Eigenen der Kunst - und das ist gerade deshalb so reizvoll, weil sich diese Bastion mitten in der Provinz erhebt", sagt Wagner. Für die kommenden zwei Jahre werden Wagner und sein Team die Geschicke des Offenen Hauses leiten.

Roland Pittner, Kurier, Burgenland-Ausgabe, 22. Juni 2011

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POESIE FÜR DIE PEDALE

18 Märchen von Peter Wagner drapieren einen Rad- und Wanderweg durch vier Orte der Wart im Südburgenland

Grafische Gestaltung: Eveline Rabold

Um die Wart kreisen zahllose Geschichten, die sich wie von selbst erzählen: aus steinernen Bäumen, lebendigen Flüssen, träumenden Häusern ... Hier verzahnt sich die Poesie des einst einsamen Landstrichs an der Pinka mit spannenden Fakten einer bewegten Geschichte und Wissenswertem über die Natur: auf viersprachigen, interaktiven Schautafeln, die an den 21 Stationen des gemütlichen und familienfreundlichen Rad- und Wanderwegs "Lebenswart" zu bestaunen sind.

Der Erlebnisweg führt durch die Gemeinden Oberwart, Unterwart, Rotenturm und Oberdorf - eine Gegend, die sich ganz besonders durch ihre Vielsprachigkeit auszeichnet. Seit Jahrhunderten leben hier Deutsch, Ungarisch, Kroatisch und Roman ganz selbstverständlich Seite an Seite. Diese gelebte Mehrsprachigkeit und die bewegte Geschichte der Region bilden den Mittelpunkt des poetischen Erlebnisweges.

(Aus dem Folder des Erlebnisweges)

 

 

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AUSSCHNITT AUS "DIE KARDINÄLIN" auf YouTube

DIE KARDINÄLIN – EINE OHNMACHT
Stück für Bühne und ein abgestelltes Subjekt

von Peter Wagner
2005/2010

Die Kardinälin: Heinrich Baumgartner
Noch Jemand: Erich Pacher

Inszenierung, Bühne und Musik: Peter Wagner
Eine Produktion von klagenfurter ensemble in Zusammenarbeit mit Offenes Haus Oberwart

KRITIKEN HIER!
üBER DAS STÜCK UND EIN BRIEFWECHSEL HIER!

Klicken Sie hier oder auf das Bild, um den Beitrag auf YouTube zu sehen!

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Dreharbeiten 2009/2010 an dem Musikepisodenfilm

DIE EROS KADAVER SHOW
von Peter Wagner

Musik: Rainer Paul und PeterW.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin von Film und CD: 2011

Dass nicht am Ende deiner Zeit
Der Sexus des Todes
Das Beste aus deinem Leben schöpft
Mit zarter Hand in dich greift
Und deine Haut mit dem Weiß der Ungeborenheit bestreicht
In der du erwachst, um zu wachsen
Und zu wachsen und zu wachsen allein ...

 


Anna Hein


Peter W.


Nicole Mühl


Gerhard Duffek


Hannah und Magdalena Holzhacker


Florian Resetarits


Heinrich Baumgartner


Erich Pacher


Michael Thomas


Sandra Pascal


Sabrina Rupp mit Romeo Paul


Julio Becerra Romo

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DIE BURGENBÜRGER auf YouTube

Nachwuchs für "Die Burgenbürger": folgende zwei Videos sind ab sofort über YouTube abzurufen. Bitte die Fotos anklicken!

Weiter unten finden Sie, neben einem Offenen Brief an den Landeshauptmann von Burgenland, sämtliche bisher erschienenen Rezensionstexte zu "Die Burgenbürger".

 

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