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Unabhängiges Antifaschistisches Personenkomitee des Burgenlandes
Autoren gegen Faschismus
Für Sonntag, den 14. Dezember, ist im Pfarrzentrum Großpetersdorf
die Gründung eines „Antifaschistischen Personenkomitees“ vorgesehen.
Ziel des Proponentenkomitees unter dem Oberwarter Autor Peter Wagner
ist es, „mit erhöhter Wachsamkeit alt- und neofaschistische
Tendenzen und Bewegungen im Burgenland zu verfolgen und ihnen durch
Gegenmaßnahmen, Aktionen, Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit,
vor allem innerhalb der Jugend, entgegenzutreten“.
Im Rahmen dieser Veranstaltung gibt es auch Lesungen der Schriftsteller
Josef Zuck-Greiszler (Wien), Gertraud Schleichert (Oberschützen)
und Marie Therese Kerschbaumer (letztere aus ihrem Buch „Der
weibliche Name des Widerstandes“, in dem sie Frauen als Opfer
des Nationalsozialismus in poetischen Texten beschrieben hat).
BURGENLÄNDISCHE FREIHEIT (BF)
Antifaschisten vortreten und sammeln
Burgenland ist das einzige Bundesland, in dem sich ein „antifaschistisches
Personenkomitee“ noch nicht gebildet hatte. Und da das Burgenland
haben muss, was auch den anderen Bundesländern eigen ist, ergriff
der Schriftsteller und Liedermacher Peter Wagner die Sache beim Schopf
und gründet Sonntag 80-12-14 im Pfarrzentrum Großpetersdorf
das „Antifaschistische Personenkomitee des Burgenlandes“.
Ein Rahmenprogramm ab 10-00 bis tief in die Nacht hinein wird geboten;
in Ausstellungen sind „Sakrale Objekte“ von Josef Zuck-Geiszler
und Plakate von John Heartfield zu sehen. Die 5-köpfige Gruppe „Bruji“,
die über weite Strecken kroatisch singt, gibt ab 19-00 ein Konzert.
Peter Wagner: „Unser Ziel besteht darin, mit erhöhter
Wachsamkeit alt- und neofaschistische Tendenzen und Bewegungen im
Burgenland zu verfolgen und ihnen Gegenmaßnahmen, Aktionen, Öffentlichkeits-
und Aufklärungsarbeit – vor allem innerhalb der Jugend – wirksam
entgegentreten“. Wer beitreten will, schreibt an Peter Wagner,
7503 Neuhaus 19. Postkarte genügt.
OZ (Oberwarter Zeitung)
Unabhängiges antifaschistisches Personenkomitee Burgenland
Unter dem Motto „Nie wieder Anschluss, nie mehr allein gegen
Faschisten“ wurden Zeitzeugen an die Ereignisse des Jahres
1938 und danach erinnert. Unter den Rednern: Stefan Billesz, Vinzenz
Böröcz und Anton Papai. Die weit über die Landesgrenzen
hinaus bekannt gewordene Antifaschistin Hanna Sturm – sie ist
schon verstorben – berichtete knapp vor ihrem Tod einem kroatischen
Journalisten davon, wie sie im Jahr 1938 verhaftet worden war. Dieses
Tondokument wurde auszugsweise im Rahmen der Kundgebung vorgespielt.
Und der Schriftsteller Peter Wagner, er ist Gründungsmitglied
des AntifaschistischenKomitees, hielt eine Rede zumBedenken.
Im Verlauf der Kundgebung wurden offeneBriefe an die Gemeinderäte
von Oberwart und Rechnitz verlesen. die Oberwarter Stadtverantwortlichen
wurden aufgefordert, die im Rahmen einer Renovierung vor Jahren entfernte „Antifaschistische
Gedenktafel“ wieder nahezubringen, die Rechnitzer sollen endlich
den Mord an den beinah 200 Juden im Jahr 1945 entsprechend bedenken
und mit einem Druck- und Mahnmal unvergessen machen.
Aktionen Peter Wagner
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