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Aktion Zigeunerdenkmal
Im Zuge der Ausnahmsweise Oberwart, 20. – 29. Juni 1980
Entwurf: Josef Schneller
Idee und Inschrifttext: Peter Wagner
Eine Aktion der „Oawaschlschluifer“
Programmtext:
Zum Andenken an die in den Nazi-KZ’s umgekommenen Oberwarter
Zigeuner wird am Freitag, dem 20. Juni, auf dem Rasen vor dem Kriegerdenkmal
eine Attrappe eines Denkmals errichtet, die die ganze Woche über
zu besichtigen ist.

Nachdem es auf erhebliche Schwierigkeiten seitens des Bürgermeisters
der Stadt Oberwart gestoßen war, die Erlaubnis für die
temporäre Errichtung eines sog. „Zigeunerdenkmals“ am
Platz vor dem Kriegerdenkmal zu erwirken, wurde die Attrappe schon
in der ersten Nacht mit weißer Farbe übergossen. Die Veranstalter
erstatteten Anzeige gegen Unbekannt bei der örtlichen Gendarmerie.
Obwohl die Täter in einem bekannten Lokal ihre heldenmütige
Tat lauthals und prahlerisch befeierten und sie auch sonst jeder
in der Stadt kannte, wurde niemand jemals zur Verantwortung gezogen.

Mindestens drei KZ-überlebende Roma wohnten der Errichtung
des Denkmals bei, darunter der damalige „Zigeunerbürgermeister“ Kalitsch.

Aktionen Peter Wagner
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