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Textauszug „Teufel,
Tod und Hex“
von Peter Wagner
JOHANNES: Und ich sage Euch: „´Klein ist jede Bosheit gegen
die Bosheit des Weibes.´ Daher sagt Chrysostomus über Mattheus
19: ´Es frommt nicht, zu heiraten. Was ist das Weib anderes als die
Feindin der Freundschaft, eine unentrinnbare Strafe, ein notwendiges Übel,
eine natürliche Versuchung, ein wünschenswertes Unglück, eine
häusliche Gefahr, ein ergötzlicher Schade, ein Mangel der Natur,
mit schöner Farbe gemalt? Wenn sie entlassen Sünde ist, wenn man
sie einmal behalten muß, dann ist notwendig Qual zu erwarten, darum
daß wir, entweder sie entlassend, Ehebruch treiben, oder aber tägliche
Kämpfe haben.`... ´Ich fand das Weib bitterer als den Tod, und
selbst ein gutes Weib ist unterlegen der Begehrlichkeit des Fleisches.` ...
`Ein schönes Weib ist wie ein goldener Reif in der Nase der Sau.`(Sprüche
11) Der Grund ist ein von der Natur entnommener: weil es fleischlicher gesinnt
ist als der Mann, wie es aus den vielen fleischlichen Unflätereien ersichtlich
ist. Diese Mängel werden auch gekennzeichnet bei der Schaffnung des
ersten Weibes, indem sie aus einer krummen Rippe geformt wurde, d.h. aus
einer Brustrippe, die gekrümmt und gleichsam dem Mann entgegen geneigt
ist. Aus diesem Mangel geht auch hervor, daß, da das Weib nur ein unvollkommenes
Tier ist, es immer täuscht. (Seite 99) ... Also schlecht ist das Weib
von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, auch schneller den Glauben
ableugnet, was die Grundlage für die Hexerei ist. ... Und wie sie aus
dem ersten Mangel, dem des Verstandes, leichter als Männer den Glauben
ableugnen, so suchen, ersinnen und vollführen sie infolge des zweiten
Punktes, der außergewöhnlichen Affekte und Leidenschaften, verschiedene
Rache (, sei es durch Hexerei, sei es durch irgendwelche anderen Mittel).
Daher ist es kein Wunder, daß es eine solche Menge Hexen in diesem
Geschlechte gibt. (102) ... Wie aber die Herrschaft des Weibes aussieht,
darüber höre den Tullius, Paradoxa: `Ist der etwa frei, dem sein
Weib befiehlt, Gesetze auferlegt, vorschreibt, gebietet, verbietet, wie ihr
gut dünkt, daß er ihr, wenn sie befiehlt, nichts abschlagen kann
noch es wagt? Ich meine, der müsse nicht nur ein Sklave sein, sondern
ein ganz erbärmlicher Sklave genannt werden, mag er auch aus angesehenster
Familie stammen.“ (103)

... Suchen wir nach, so finden wir, daß fast
alle Reiche der Erde durch die Weiber zerstört worden sind. Das erste
nämlich, welches ein glückliches Reich war, nämlich Troja,
wurde zerstört wegen des Raubes einer Frau, der Helena, und viele Tausende
von Griechen kamen dabei um. Das Reich der Juden erlebte viel Unglück
und Zerstörung wegen der ganz schlechten königin Jezabel und ihrer
Tochter Athalia, Königin in Juda, welche die Söhne des Sohnes töten
ließ, damit sie nach des letzteren Tode selbst herrsche; aber beide
Weiber wurden ermordet. Das römische Reich hatte viele Übel auszustehen
wegen der Kleopatra, der Königin von Ägypten, eines ganz schlechten
Weibes, ebenso die anderen Reiche. Daher ist es auch kein Wunder, wenn die
Welt jetzt leidet unter der Boshaftigkeit der Weiber. Endlich mit Untersuchung
der fleischlichen Begierden des Körpers selbst: daraus kommen unzählige
Schäden des menschlichen Lebens, so daß wir mit Recht mit Cato
Uticensis sprechen können: `Wenn die Welt ohne Weiber sein könnte,
würden wir mit den Göttern verkehren;` da in der Tat, wenn der
Weiber bosheiten nicht wären, auch zu schweigen von den Hexen, die Welt
noch von unzähligen Gefahren frei bleiben würde. Valerius ad Rufinum:`Du
weißt nicht, daß das Weib eine Chimaria ist; aber wissen mußt
du, daß jenes dreigestaltige Ungeheuer geschmückt ist mit dem
herrlichen Antlitz des Löwen, entstellt wird durch den Leib der stinkenden
Ziege, bewaffnet ist mit dem giftigen Schwanze einer Viper. Das will sagen:
ihr Anblick ist schön, die Berührung garstig, der Umgang tödlich.`
(104) ... So ist das Weib, von dem der Prediger 7 spricht und über das
jetzt die Kirche jammert wegen der ungeheuren Menge der Hexen: `Ich fand
das Weib bitterer als den Tod; sie ist eine Schlinge des Jägers; ein
Netz ist ihr Herz; Fesseln sind ihre Hände; wer Gott gefällt, wird
sie fliehen; wer aber ein Sünder ist, wird von ihr gefangen werden.`
Es ist bitterer als der Tod, d.h. der Teufel. Apokalypse 6: Ihr Name ist
Tod. Denn mag auch der Teufel Eva zur Sünde verführt haben, so
hat doch Eva Adam verleitet. Und wie die Sünde der Eva uns weder leiblichen
noch seelischen Tod gebracht hätte, wenn nicht in Adam die Schuld gefolgt
wäre, wozu Eva und nicht der Teufel ihn verleitete, deshalb ist sie
bitterer als der Tod. ... Schließen wir: Alles geschieht aus fleischlicher
Begierde, die bei ihnen unersättlich ist. Sprüche am Vorletzten: ´Derlei
ist unersättlich (etc.) und das vierte, das niemals spricht: es ist
genug, nämlich die Öffnung der Gebärmutter.´ Darum haben
sie mit den Dämonen zu schaffen, um ihre Begierden zu stillen. - Hier
könnte noch mehr ausgeführt werden; aber den Verständigen
ist hinreichende Klarheit geworden, daß es kein Wunder (ist), wenn
von der Ketzerei der Hexer mehr Weiber als Männer besudelt werden. Daher
ist auch folgerichtig die Ketzerei nicht zu nennen die der Hexer, sondern
der Hexen, damit sie den Namen bekomme a potiori; und gepriesen sei der Höchste,
der das männliche Geschlecht vor solcher Schändlichkeit bis heute
so wohl bewahrte: da er in demselben für uns geboren werden und
leiden wollte, hat er es deshalb auch so bevorzugt.
SOUNDFILE "Predigt
und Requiem" aus "Teufel, Tod und Hex" auf der CD "Güssinger
Gaukler"

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