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Der 13. Gesang der Hölle

Ein zweifach dramatisches Begängnis von Peter Wagner


Uraufführung


Doppelstück als Paraphrase auf Dante Alighieri und eine Waldinstallation im Stadion


Musik: Wiener Glasharmonika Duo, Eros Kadaver und Sein Fürst
Aufzeichnung "Innengesang" im sendefähigen Format >>
Trailer >>

Erste Pressestimmen

Was sich am Donnerstag zur Uraufführung mit Peter Wagners „Sound-Oper“ abspielt, ist harte Vermessung des Menschseins, das den Himmel einreißt und daraus ein Inferno baut. … Wunderbare Livemusik und Gesang (Eveline Rabold) von „Eros Kadaver und Sein Fürst“, die Dante-Rezitator Gerhard Lehner am Sax verstärkt, ätherisch die Klänge des Wiener Glasharmonika Duos, die jene fragile Hoffnung tragen, die in vielen Höllen brennt.
Irina Lino, Neue Kronenzeitung zur Premiere von „Der 13. Gesang der Hölle - Außengesang“ im Wörthersee-Stadion, 5. Oktober 2019

Sieben Selbstmörder, viele Todesarten: Im Wald der Seelen, erzählen sie als Geister ihre Geschichten. Dantes „Göttliche Komödie“ leuchtet aus Wagners hoch poetischer, erschreckend wahrer Innenschau wie Elmsfeuer, das sich am Inferno entzündet, dem wir alle Heimstatt sind. (…) Liebe als Menschenrecht, Glaube, Hass, Nazis, Entfremdung und der Trost der Philosophen, Schmerz, Wut und entblößender Witz, der aus dem Jenseits des Diesseits irres Getriebe (auch) mit Stadionlärm befeuert – dazu die schwebende Klangmelancholie des Wiener Glasharmonika Duos und ein Ensemble, das quicklebendige Suizidenten mit atemloser Intensität in eine Entmenschlichung folgt, die Tod und Gott entsorgt, um ewig zu leben ... (…) Ein Muss!
Irina Lino, Neue Kronenzeitung zur Premiere von „Der 13. Gesang der Hölle - Innengesang“ im Wörthersee-Stadion, 6. Oktober 2019

Im begrenzten Raum der Theaterhall läuft Wagners „Höllengesang“ zur Höchstform auf. Hier wird das Thema Suizid auf höchst poetischer Ebene abgehandelt, in all seinen Facetten gezeichnet. … Ein großes Kompliment an das Bühnenbild und an die Schauspieler, die hier wirklich zeigen, was sie können und die das Stationendrama zu einem wahren Ereignis machen. Großartig und stimmig auch die Glasmusik von Christa und Gerald Schönfeldinger.
Schade, dass vieles, was zuvor im Stadion hochkomplex dahergekommen ist, sich dem Zuseher erst jetzt erschließt. Andererseits macht das große Lust, sich den Außengesang noch einmal – diesmal mit ganz neuen Augen und Ohren – anzusehen bzw. anzuhören.
Harald Schwinger, Kleine Zeitung, 6. Oktober 2019 

Jeder weiß, dass der Mensch zu gierig ist und Ressourcen verschwendet, aber wir konsumieren eifrig weiter, ist die Botschaft des Stücks. Es zeigt eine selbstmörderische Todesspirale der Menschheit, gegen die die Jugend der Welt, mit den Demonstrationen für das Klima, vehement aufsteht.
„Das ist phänomenal, was derzeit passiert und ich habe das Gefühl, dass die jungen Leute sehr genau um die Gefahr des Selbstmordes des ganzen Planeten wissen und das auch transportieren“, sagte Autor Wagner.
Den Gedanken um die Gefahr für die Natur transportiert auch For Forest im Stadion. Es ist die zweite Spielstätte des Klagenfurter Ensembles mit ihrem Gesang der Hölle. Auch infernalischer Lärm ist Teil der Inszenierung, eine Metapher für die Abholzung der großen Grünen Lungen der Welt.
Horst Ebner, orf.at, 3. Oktober 2019

 

Abend 1: Der 13. Gesang der Hölle - Außengesang
Sound-Oper für Stadion mit Wald
Wörthersee-Stadion
Premiere: Donnerstag, 3. Oktober 2019, 20:00 Uhr - Weitere Vorstellungen: Dienstag, 8. und Samstag 12. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Detailseite Außengesang mit Pressestimmen >>

Abend 2: Der 13. Gesang der Hölle - Innengesang
Stationendrama für sieben Suizidenten, Stadionlärm und Glasmusik
klagenfurter ensemble
Premiere: Freitag, 4. Oktober 2019, 20:00 Uhr - Weitere Vorstellungen: Mittwoch, 9.; Donnerstag, 10.; Freitag, 11.; Sonntag, 13.; Dienstag, 15. und Mittwoch, 16. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Detailseite Innengesang mit Pressestimmen >>

In seinen beiden Stücken „Der 13. Gesang der Hölle - Außengesang“ und „Der 13. Gesang der Hölle - Innengesang“ bedient Autor und Regisseur Peter Wagner das Theater einerseits auf zwei Ebenen, wie sie inszenatorisch und ästhetisch nicht unterschiedlicher sein könnten, andererseits aber auch als kommunizierende, einander bedingende Gefäße. Der Wald - konkret als paradoxe Waldinstallation von Klaus Littmann ins Wörthersee-Stadion Klagenfurt verfrachtet - agiert im Sinne des 13. Gesangs aus Dantes „Inferno“ als Metapher eines gewissen Aspekts der Conditio humana. Als am Theater beleuchtete Inszenierung, die aus seinem Inneren berichtet, erzählt er aber auch von der Entfremdung des modernen Menschen von seinen Wurzeln.
Eine Produktion des klagenfurter ensemble 2019

 

 

HANNA I KÄTHE – DVI HRVATICE U OTPORU * FILM-, MUSIK- UND LESEPERFORMANCE

Samstag, 9. März 2019, KUGA Großwarasdorf, 20:00 UHR
Samstag, 23. MÄRZ 2019, Offenes Haus Oberwart, 20:00 UHR

Eine zweisprachige Eigenproduktion der KUGA

Regie: Peter Wagner
Musik: Marco Blascetta, Justin Kodnar, Nikola Zeichmann. 
Lesende: Claudia Fellinger, Andrea Kerstinger, Konstantin Vlasich, Josko Vlasich
Technik: Valentin Reumann, Kristijan Karall

Auch im Burgenland gab es, bescheiden, aber doch, politischen Widerstand gegen das Nazi-Regime. An vorderster Front finden sich dabei zwei Burgenlandkroatinnen, die ihren Kampf gegen den Terror der Nationalsozialisten nicht nur mit unerschütterlich zähem Engagement führten, sondern auch mit Gefängnis, Folter und einem brutalen Überlebenskampf im Konzentrationslager bezahlten.

Beide Frauen überlebten den Terror. Hanna Sturm verewigte ihre Erinnerungen in dem Buch „Die Lebensgeschichte einer Arbeiterin; vom Burgenland nach Ravensbrück“, während Käthe Sasso im Zeitzeugenprogramm seit den Neunzigerjahren unzählige Veranstaltungen und Vorträge bis zum heutigen Tag absolviert. Für die Veranstaltung „Hanna und Käthe“ wurde ein Interview mit der mittlerweile 92-Jährigen aufgezeichnet.

Aus diesem und weiteren Materialien über Käthe Sasso sowie aus dem Material des Buches und aus den auf Kroatisch geführten Interviews mit Hanna Sturm haben Josko Vlasich und Peter Wagner eine Erzählung über die beiden bemerkenswerten Frauen entwickelt, die filmisch, musikalisch und verbal aufbereitet den Bogen über ein gutes Jahrhundert Zeitgeschichte spannt.

MESSE FÜR EINE

Wiederaufnahme in neuer Gewandung - 12 Jahre danach

Freitag, 12. April 2019, 20:00 Uhr, Offenes Haus Oberwart
Samstag, 13. April 2019, 20:00 Uhr, Offenes Haus Oberwart
Sonntag, 14. April 2019, Matinee, 11:00 Uhr, Offenes Haus Oberwart

Stücktext: Katharina Tiwald
Szenische Einrichtung, Bühne, Videos und Regie: Peter Wagner

Darstellerin: Katharina Tiwald
Musik: Rainer Paul / Licht: Alfred Masal / Technik: Georg Müllner

Die Sprengkraft der Liturgietexte liegt in der verzweifelten Anrufung eines allmächtigen, patriarchalen Gottes, der sich ständig entzieht, einer moralischen Instanz, die ständig lammfromme Unterordnung fordert. Katharina Tiwalds Text „Messe für Eine“ fordert diese moralische Instanz heraus. Schmerzhaft schön bohrt er sich in den Kern des Zweifels an den endgültigen Wahrheiten, wie sie uns von einem hierarchischen Gottesbild anempfohlen und vorgeschrieben werden. Auch Katharina Tiwald fragt in ihrem Text nach der Bedeutung von Schuld und Sühne, Leid und Erlösung – ohne jedoch den Herrschaftsdiskurs mit- und vorzubeten. Wer wäre mehr dazu befähigt als eine Frau? Gewaltig in seiner spirituellen Auslotung entführt sich der Text schließlich in den erhellenden, wandelnden Abgrund der Liebe, die sich per se der Bevormundung entzieht.

Regisseur Peter Wagner gibt dem Textkonstrukt Tiwalds den theatralen Körper, indem er es mit der trivialen Realität einer Frau verwebt, die sich für den Messgang zurecht macht, sich herrichtet für das Ritual, das ihr abverlangt wird, um bei Gott zu sein.

„...Die junge österreichische Autorin Katharina Tiwald seziert in Form einer Messe-Performance ihre Stellung als Frau im real existierenden Katholizismus. Durch ihre blasphemische Aneignung der Liturgie als Instrument der Abrechnung erzeugt Tiwald eine verstörende Dialektik zwischen strenger Form und emotionsgeladenem Inhalt...“ (Fritz Ostermayer, FM4)

Detailseite zur Uraufführung 2007 >>

RATTENSTURM. Angriff auf ein Sinkendes. Orchestriert.
Eine Kriegsoper - Gesamtaufzeichnung

von Erling Wold (Musik) und Peter Wagner (Libretto und Inszenierung)

Vorstellung der AUFZEICHNUNG mit englischen Untertiteln:
MO., 18. FEB. UM 19:00 PST
Rattensturm at the Little Roxie
Roxie Theater · San Francisco, Vereinigte Staaten

NEU!
GESAMTAUFZEICHNUNG AUF VIMEO >>

Mitwirkende: Sebastian Brummer, Martin Ganthaler, Michaela Khom, Angie Mautz, Marilene Novak, Michael Uhlir & Nadine Zeintl
Inszenierung, Bühnen-, Video- und Lichtkonzepte: Peter Wagner
Bühnenbemalung: Manfred Bockelmann / Kostüm: Markus Kuschner
Musikalische Leitung: Alexei Kornienko und Elena Denisova / Orchester: Collegium Musicum Carinthia
Produktionsleitung: David Guttner

Inszenierung und Presse >>
Informationen zu Libretto und Oper >>

Zum Nachlesen

STRAMME STEINE

Ein Denkmal, um den "Anschluss" zu feiern. Im Österreich des Jahres 2018. Das gibt´s nicht? Doch, das gibt es - mitten im Burgenland. Nachrichten aus Oberschützen. 

Essay in Die Presse. Spectrum am 24. März 2018 >>

Mein Herz ist wie ein Stein

Konzertfilm - Gustav Mahler Preis 2017 im Musikforum Viktring
von Peter Wagner 

LINK ZU GESAMTFILM DEMNÄCHST HIER!


Inszeniertes Oratorium als Beitrag zu den Menschenrechten
nach drei von Peter Wagner ausgewählten Texten von Sitting Bull, Winston Churchill und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai.
Uraufführung: Stift Viktring, Arkadenhof / 21. Juli 2017
Gustav Mahler Kompositionswettbewerb der Stadt Klagenfurt 2017

Zur Inszenierung des Gustav Mahler Kompositionspreises 2017 >>

Zum Nachlesen

SCHNEE ÜBER DER NOTWEHR DES MANNES

Den Männern fehlt die Einsicht, dass sie Selbstbildern folgen, die andere für sie konstruiert haben. Der Weg zu einer neuen männlichen Identität ist schwierig, ihn zu begehen aber unausweichlich.

Essay in Der Standard, 17./18. Feber 2018. Vollständiger Text >>

Zum Nachlesen

Der lange Schatten eines Denkmals

Vortrag von Peter Wagner
im Rahmen des 9. Dialogforums Mauthausen am 19. September 2017

Der vollständige Text ist hier nachzulesen >>

Letzte Bucherscheinung

Es ist eine Not mit uns - Ein pannonisches Pamphlet

Reden, Kommentare, offene Briefe aus nahezu drei Jahrzenten

Der burgenländische Autor und Regisseur Peter Wagner prägt nicht nur das kulturelle Geschehen, sondern auch den öffentlichen und politischen Diskurs im Land seit Jahrzehnten maßgeblich mit. Und dies nicht nur durch seine Bühnenwerke, Filme, künstlerischen Aktionen und literarischen Arbeiten, sondern vor allem auch durch offene und deutliche Worte, die er findet, wenn andere schweigen. Das Buch versammelt Reden, Kommentare und Offene Briefe aus nahezu drei Jahrzehnten, die sich unmittelbar auf konkrete gesellschaftliche, politische und kulturelle Ereignisse beziehen. Sie zeigen einen Künstler, der tief in seiner Umgebung verwurzelt ist und der seine Arbeit immer auch politisch versteht. Eingestreut sind Zwischenspiele aus literarischen und dramatischen Arbeiten Peter Wagners, die von der ewigen Wiederkehr des Absurden erzählen – in der Kunst und in der Wirklichkeit. (edition lex liszt 12)

Detailseite zum Buch >>

Buchbestellung: www.lexliszt12.at
Trailer zum Buch mit einem Ausschnitt aus "Ich eröffne" >>