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Gehen unter schwebendem Geleise

Autobiografische Erinnerungskaskaden eine Bahnstrecke entlang

Ein Film von Peter Wagner
Uraufführung

30. September 2021, 19:30 Uhr
Diesel-Kino Oberwart

Als Autor und Regisseur Peter Wagner am 27. September 2020 aufbrach, um die einstige Bahnstrecke zwischen Oberwart und Oberschützen zu Fuß zurückzulegen, ahnte er nicht, wie tief ihn dieser Gang in die eigene Biographie hineinziehen sollte. Im Grunde wollte er nichts weiter, als sich der Unabdingbarkeit der Natur und ihrer Kontingenz hinzugeben: Die Gleise dieses historischen Relikts waren längst überwuchert von Gebüsch, Bäumen und Gräsern aller Art – und ließen so ein Gefühl für die Vergänglichkeit selbst dessen zu, was einst mit so viel Ehrgeiz begonnen und vermeintlich für die Ewigkeit gedacht war. Begleiten sollte ihn auf diesem Gang nichts als eine Kamera in den Lüften und eine zur ebenen Erde.

Doch je weiter er sich durch das Dickicht kämpfte, desto stärker warfen sich Erinnerungen auf, die ihn direkt in seine Kindheit und Jugend im Südburgenland hievten. Und nicht nur das: Bald war auch klar, dass es nicht nur mit dem Gang in die eine Richtung nach Oberschützen getan sein konnte. Es musste auch der in die andere Richtung folgen, nämlich jener nach Rechnitz. So hatte sein Film plötzlich zwei Destinationen, und das nicht nur in geografischer Hinsicht, sondern auch in inhaltlicher und ästhetischer.

Ausgangspunkt sowohl in die nördliche Richtung als auch in die südliche ist Oberwart. Das Bildmaterial alter VHS-Cassetten, teilweise von kaum noch brauchbarer optischer und akustischer Qualität, erkämpfte sich plötzlich wieder neue Brisanz. Wagner nimmt die*den Zuschauer*in quasi per pedes mit auf eine Zeitreise, die über wenige Dutzend Kilometer einer aufgelassenen Bahnstrecke hinweg eine ganz andere Geschichte des jüngsten Bundeslandes erzählt, verquickt mit seinem eigenen künstlerischen Werk und öffentlichen Handeln. 

Musik: Rainer Paul und Peter Wagner
Kamera: Philipp Krebs, PeterW.
Ton: Max Leimstättner
Assistenz: Dominik Hofstätter
SprecherInnen: Gregor Seberg, Gerhard Lehner, Nadine Zeintl, Oliver Vollmann, Martin Weinek

Eine Produktion von Eros Kadaver Film, Das Märchen der Musik op. 57, 2021
Österreich 2021, 93 min

Fotos: Filmstills (3) und Klaus Wölfer 

Wir kamen und sie brauchten uns

Theaterkomposition in fünf Sätzen von Peter Wagner

Erzählt von menschenbetriebenen Riesenfiguren mit menschlichen Erdlingen unter Rückgriff auf Texte der Kärntner Autor*innen Maja Haderlap, Alois Hotschnig, Werner Kofler, Peter Turrini und Josef WinklerUraufführung

Trailer >>

Pressestimmen

Wie Titanen sprechen die Riesen zu den Menschen. Ihre Texte stammen von Maja Haderlap, Werner Kofler, Josef Winkler, Alois Hotschnig und Peter Turrini. Die spartenübergreifende Theaterkomposition fasziniert und erschreckt gleichermaßen. (Peter Wagner, OT): "Die Texte sind ja zum Teil 30, 40, 50 Jahre alt und haben solch eine Gültigkeit heute. Man kann sich im Grunde verstecken vor lauter Schamgefühlen." ... "Wir kamen und sie brauchten uns" - der Titel postuliert, wie notwendig es ist, mahnende literarische Stimmen zu hören.
ORF, ZIB 13:00, 12. August 2021

Grandiose Heimat-Verpuppung - Jubel zur Uraufführung der ke-Eigenproduktion im Freilichtmuseum - Uralte Bauernhäuser flankieren die Kirchtagswiese, auf der die Bühne steht, mächtige Bäume säumen die Ränder, darüber wölbt sich das Himmelszelt: WAS für eine stimmige, fast unwirkliche Kulisse für die Uraufführung einer Theaterkomposition von Peter Wagner, die sich Mittwoch als Gesamtkunstwerk voller Magie entpuppt.
Kronenzeitung, 13. August 2021

Ein choreografiertes Gesamtkunstwerk überzeugt mit sanften Riesen, Livemusik und starken Texten. Humorvoll und beklemmend. ... Es sind die Kärntner Traumata, die sich an Stelle eines roten Handlungsfadens durch die Textauswahl ziehen: Das Aufbegehren beziehungsweise Sich-Ducken vor einer Autorität, ob Vater oder Lehrer, die Nonchalance im Umgang mit den Nazis, die auch in der Nachkriegszeit noch geachtete Mitglieder der Kärntner Gesellschaft blieben, das Leiden ihrer Opfer, die Grausamkeit des Partisanenkrieges, der den Kindern ihre Vorfahren nahm, ein Heimatbegriff, der auf traditionalistischer "Heimatkunde" fußte ...
Kleine Zeitung, 13. August 2021

Kurzbeschreibung
WIR KAMEN UND SIE BRAUCHTEN UNS ist der Titel der diesjährigen klagenfurter ensemble-Eigenproduktion von Peter Wagner, zugleich Siegerprojekt des Calls der Kärntner Kulturstiftung 2021. Der Meister der strukturierten Komposition setzt Riesenfiguren ins Zentrum seiner Freilichtbühne, deren Entstehung einerseits dem seit Corona dominanten Begriff der „Distanz“ geschuldet ist, andererseits aber auch einer poetischen Diktion folgt. So entfalten die von Wagner dramaturgisch zusammengeführten Texte Kärntner Autor*innen durch die Interpretation vermeintlich unwirklicher Figuren eine neue, exotische und doch wieder zu sich selbst zurückführende Strahlkraft.
Das Ensemble besteht neben den mechanisch bewegten Riesenfiguren auch aus zahlreichen menschlich-fleischlichen Akteuren: Tänzer*innen, Schauspieler*innen, Sprecher*innen und der bekannten Kärntner Musikgruppe Talltones, unterstützt von der Sängerin Eveline Rabold. Neugestalter der Figurenköpfe ist Manfred Bockelmann – für die Kostüme zeichnet Markus Kuscher verantwortlich.
Eine Grundidee der fünfsätzigen Theaterkomposition besteht darin, die Texte der Kärntner Autor*innen sich an jenen Orten entfalten zu lassen, an denen sie angesiedelt sind. Daher wird das interdisziplinäre Großprojekt auch an fünf verschiedenen Spielorten in Kärnten aufgeführt – an Orten also, die in den jeweiligen Texten „ihrer“ Autor*innen eine zentrale Rolle innehaben.


KONZEPT, STÜCKEINRICHTUNG UND REGIE Peter Wagner
BÜHNENDARSTELLER*INNEN Amrei Baumgartl, Michael Kuglitsch, Gernot Piff, Oliver Vollmann
FIGURENGUIDS Ivan Filipović, Lena Grechenig, Patric Isopp, Matthias Kurath, Alena Media, Christina Osternig
STIMMEN DER RIESENFIGUREN Gerhard Lehner, Angie Mautz, Markus Schöttl, Petra Staduan
MUSIK The Talltones (Stefan Gfrerrer, b – Richard Klammer, div. Instrumente – Primus Sitter, guit), mit Eveline Rabold (Gesang und Omnichord)
KOSTÜM Markus Kuscher
Live-Musik: The Talltones mit Eveline Rabold (Gesang)
Neugestaltung der Figurenköpfe: Manfred Bockelmann
Regieassistenz: Alina Hainig
Licht: Bernd Zadow
Ton: Konrad Überbacher, Reinhard Buchta
Figurenmanager: Kamran Gharabaghi, Robert Bzoch
Szenenfotografie: Günter Jagoutz
Grafikdesign: Eveline Rabold
Facility Management: Franz Doliner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Clemens Janout
Produktionsleitung: Susanna Buchacher

VORSTELLUNGEN am
11. und 12. August 2021 in Maria Saal / Gospa Sveta,
19. und 20. August 2021 in Bad Eisenkappel / Železna Kapla,
21. und 22. August 2021 in Villach / Beljak,
3. und 4. September 2021 in Berg im Drautal / Gorice v Dravski dolini und
11. und 12. September 2021 in Feistritz im Drautal
jeweils um 20:30 Uhr

Eigenproduktion des klagenfurter ensemble 2021

Fotos: Günter Jagoutz (indoor), Leo Thalmann (outdoor)

SCHATTEN DER LEERE

DAS EROS KADAVER DISTANZ KONZERT IM OHO-LIVE-STREAM

17. Jänner 2021, 18:00 Uhr
Live-Stream in vollständiger Länge und mit idealem Audio-Pegel:
https://vimeo.com/501858018
YouTube (fehlende Anfangsinserts, fehlende 1. Strophe des Songs "Lockdown"): https://www.youtube.com/watch?v=1WDN-Vu5Ofk&feature=youtu.be

MusikerInnen: Eveline Rabold / voc., Rainer Paul / guit., Peter Wagner / voc., guit.
Gastmusiker: Martin Kogler / bass, Jakob Braun / perc.

Das Label Eros Kadaver existiert seit gut 25 Jahren und entstammt der Fabrik des Autors, Regisseurs und Songwriters Peter Wagner. Es versteht sich als künstlerische Abgrenzung zum populären Mainstream in Film, Theater und Musik. Das multimedial agierende Band-Projekt „Eros Kadaver und Sein Fürst“, bestehend aus dem Trio Eveline Rabold (Gesang), Rainer Paul (Musik, Arrangements) und Peter Wagner (Konzept, Texte, Musik, Gesang), veröffentlichte 2015 seine erste Doppel-CD „Hunde der Einsamkeit“ und war seitdem in mehreren multimedial aufbereiteten Film- und Theaterprojekten im Einsatz, zuletzt im Wörthersee-Stadion Klagenfurt im Rahmen des Kunstprojekts „For Forest“ („Der 13. Gesang der Hölle“) und im „Ersten Österreichischen Distanz Theater“ des Pandemiejahres 2020. Einen Einblick in das Band-Projekt „Eros Kadaver und Sein Fürst“ geben die Websites www.peterwagner.at und www.hundedereinsamkeit.com.

Das per Live-Stream übertragene Konzert am 17. Jänner 2021 im Offenen Haus Oberwart resultiert aus der Verhängung des 3. Lockdowns im Zuge der Covid-Pandemie durch die österreichische Bundesregierung. Hauptdarsteller ist die LEERE, im konkreten Fall die Leere des tatsächlich vollkommen leergeräumten Veranstaltungs- und Theatersaals im Offenen Haus Oberwart. Der Raum dient Peter Wagner als Ausgangspunkt für eine musikalisch-optische Inszenierung, dessen Konzept in Form und Inhalt sich als Weiterentwicklung des von Wagner im Sommer 2020 realisierten Ersten Österreichischen Distanz Theaters versteht. Das Konzert bietet nebst deutschsprachiger, an künstlerischem Rock angelehnter Musik eine in das Wesen eines leeren Saals hinein modellierte Bilderchoreographie, die zumeist mit dem Inhalt der präsentierten Songs korreliert.

Die technische Abwicklung des Streams und seiner Aufzeichnung erfolgt durch Mitglieder des Leader-Projekts „TV Free Europe“.

Pressestimmen kürzest:
Wunderbare Livemusik und Gesang (Eveline Rabold) von „Eros Kadaver und Sein Fürst“. Kronenzeitung - 13. Gesang der Hölle
Die Band um die charismatische Sängerin Eveline Rabold gliedert mit einem ausgiebigen Livekonzert den Abend. Der Falter - Distanz Theater
Zwischen den Erzählungen legt das Trio „Eros Kadaver und Sein Fürst“ mit eingängigen Songs (Texte: Peter Wagner) weitere Fährten. Kleine Zeitung - Distanz Theater
Das Erste Österreichische Distanz Theater - unter anderem mit der beeindruckenden Stimme von Eveline Rabold. Prima Magazin

Aus dem eingangs gespielten Song „Lockdown“, den Peter Wagner am 19. Dezember 2020 unmittelbar nach Verkündigung des Lockdowns 3 in Österreich textete und komponierte:

Ich sah in eine Straße
Hoch oben vom Balkon
Leer war sie, die Straße
Leer, leer, leer - obschon
Die Bäume sich bewegten
Wie im Rausche hin und her
Doch nein, sie tanzten nicht
Die Straße, sie war leer

Erstes Österreichisches Distanz Theater

BLEIB MIR VOM LEIBE!

Sagenhafte Übergriffe im Zeichen mangelnder Distanz

erzählt von menschenhandbetriebenen Riesenpuppen in distanzierter Betrachtung, jedenfalls aber unter Einhaltung der vorgeschriebenen Begegnungs- und Bewegungsdistanzen für DarstellerInnen und Publikum, wie sie von der Regierung als Maßnahme gegen die weitere Verbreitung des Covid-19-Virus diktiert werden.

Uraufführung

Der theatralisch-literarische Seismograph Peter Wagner hat - im ersten Lockdown war das noch - ein bezauberndes, bildstarkes Stück mit dem Titel BLEIB MIR VOM LEIBE! inszeniert. Kann sich das zu einer Prophetie verknöchern? Werden wir leutscheu geworden sein? Zueinander auf Distanz gehen, wie es sich vor dem Virus da und dort bloß angekündigt hat?
Der Standard - 23./24. Jänner 2021

STADTPARK OBERWART - bei ungünstiger Wetterlage OFFENES HAUS OBERWART

Premiere: Donnerstag, 13. August 2020, 20:30 Uhr
Freitag, 14. August 2020, 20:30 Uhr
Samstag, 15. August 2020, 20:30 Uhr
Freitag, 21. August 2020, 20:30 Uhr
Samstag, 22. August 2020, 20:30 Uhr

CSELLEY MÜHLE OSLIP - bei ungünstiger Wetterlage im Saal
Freitag, 28. August 2020, 20:00 Uhr
Samstag, 29. August 2020, 20:00 Uhr

KLAGENFURTER ENSEMBLE - Messeparkplatz - bei ungünstiger Wetterlage Messehalle 2
Dienstag, 1. September 2020, 20:00 Uhr
Mittwoch, 2. September 2020, 20:00 Uhr 

KUGA Großwarasdorf - bei ungünstiger Wetterlage im Saal
Samstag, 5. September 2020, 20:00 Uhr

Informationen zu Spielorten und -terminen siehe: www.oho.at >>

Appetizer August/September 2020 >>
Trailer 20. Juli 2020 >> 
GESAMTAUFZEICHNUNG >>

Eine Produktion der Theaterinitiative Burgenland mit dem Offenen Haus Oberwart

Konzeption Distanz Theater, dramaturgische Einrichtung und Inszenierung:Peter Wagner
AutorInnen: Petra Ganglbauer, Siegmund Kleinl, Sophie Reyer, Katharina Tiwald, Konstantin, Milena Vlasich, Peter Wagner
SprecherInnen: Gerhard Lehner, Angie Mautz, Gernot Piff, Sabrina Rupp
Mitwirkende Bühne: Antonia Hochleitner, Romina Sylvia Achatz, Sati Veyrunes, Sonja Hanl, Gabriel Kraußhar, Máté Asbóth
Live-Musik: Eros Kadaver und sein Fürst – Eveline Rabold voc, Georg Müllner-Fang bass, Rainer Paul guit
Choreografische Assistenz & Dance Captain: Sonja Hanl
Puppendesign: Henryk Mossler
Regieassistenz: Alina Hainig
Produktionsleitung: Alfred Masal
Technik: Dominik Hofstädter
Bauten: Georg Müllner-Fang, Herbert Polzhofer, Dominik Hofstädter, Florian Decker, Henryk Mossler

Österreich 2020. Die Vorstellung von Babyelefanten soll uns den Abstand erleichtern, den es seit Ausbruch der Covid-Pandemie einzuhalten gilt. Für Peter Wagner ist dieses Gebot der Distanz gleichzeitig Gebot für die Kunst, sich damit auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren. So entstand die Idee zum „1. Österreichischen Distanz Theater“, das Mitte August unter dem Titel „Bleib mir vom Leibe! Sagenhafte Übergriffe im Zeichen mangelnder Distanz“ seine Uraufführung erlebt.

AUS DER EINZELHAFT -

AUS DER EINZELHAFT
Virtuelles Tagebuch einer Krise

Zwischen 16. März und 14. April 2020 widmeten Autor und Regisseur Peter Wagner (Idee, Konzept und Videos) und Rainer Paul (Originalkomposition und Instrumente) der aktuellen Pandemie ein virtuelles Tagebuch unter dem Titel AUS DER EINZELHAFT. An dieser Stelle sind sämtliche 30 Eintragungen aus 30 Tagen abrufbar. Alle Videos mit zusätzlichen kurzen Erklärungen gibt es auch in der MEDIATHEK auf dieser Website.

Tagebücher sind die Textform der Stunde. Einer, der seit 23 Tagen seine Website mit künstlerischen Video-Einträgen versorgt, ist Theater- und Hörspielautor sowie Filmemacher Peter Wagner. Der Mitbegründer des Offenen Kulturhauses Oberwart (OHO) gibt gemeinsam mit Musiker Rainer Paul Zeichen "Aus der Einzelhaft". Es sind mehrminütige, von Stimmen aus den Nachrichten umspielte und sonst angenehm textlos reflektierte Szenen eines zwangsläufig isoliert lebenden Menschen: von einer Videotelefon-Lesung (Katharina Tiwald) bis zum selbst exerzierten "Palmsonntagsfreigang", immer mit fabelhafter Musik. Einmal entwickelt sie sich aufgeweckt aus dem Sound des tropfenden Duschkopfs. (afze)
Der Standard, 9. April 2020

„Corona-Tagebücher“ gibt es online momentan wirklich nicht zu knapp. Aber dieses hier sollte man nicht versäumen: Der burgenländische Autor und Regisseur Peter Wagner streamt Videos „Aus der Einzelhaft“ – und er weiß, was er tut. Bildkomposition, Musik, Töne, Bilder aus seinem Alltag und Schnipseln aus Pressekonferenzen der Regierung ergeben eine eindrucksvolle Collage, ein Dokument, dass das Zeug hat, zu bleiben.
orf.at, 15. April 2020

Peter Wagner berichtet "aus der Einzelhaft"
Von 16. März bis zum 14. April führte der burgenländische Autor und Theatermacher Peter Wagner ein virtuelles Tagebuch. Die 30 Folgen "Aus der Einzelhaft" sind eine sehenswerte Dokumentation des künstlerischen Umgangs mit einer gesellschaftlichen Ausnahmesituation. Minimalistische Videominiaturen von rund drei Minuten Länge zeigen den künstlerischen Alltag als "Selbstversuch unter mir aufgezwungenen und doch akzeptierten Bedingungen". Die Tonspur liefern Nachrichtenschnipsel sowie "täglich frisch komponierte und interpretierte Musik" von Rainer Paul. Die hörens-und sehenswerte Miniserie schließt mit der filmischen Umsetzung der "Idee: Offener Ausgang" und einer Parole: "Es lebe der Punk!" Auf Peter Wagners Homepage sind nicht nur sämtliche 30 Folgen abzurufen, sondern auch Links zu Aufzeichnungen seiner Inszenierungen wie der Doppelproduktion "Der 13. Gesang der Hölle" vom vergangenen Herbst im Wörthersee-Stadion und im klagenfurter ensemble.

Wiener Zeitung, 20.4.20, 10:24 Uhr

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HANNA I KÄTHE – DVI HRVATICE U OTPORU * FILM-, MUSIK- UND LESEPERFORMANCE

Samstag, 9. März 2019, KUGA Großwarasdorf, 20:00 UHR
Samstag, 23. MÄRZ 2019, Offenes Haus Oberwart, 20:00 UHR

Eine zweisprachige Eigenproduktion der KUGA

Regie: Peter Wagner
Musik: Marco Blascetta, Justin Kodnar, Nikola Zeichmann. 
Lesende: Claudia Fellinger, Andrea Kerstinger, Konstantin Vlasich, Josko Vlasich
Technik: Valentin Reumann, Kristijan Karall

Auch im Burgenland gab es, bescheiden, aber doch, politischen Widerstand gegen das Nazi-Regime. An vorderster Front finden sich dabei zwei Burgenlandkroatinnen, die ihren Kampf gegen den Terror der Nationalsozialisten nicht nur mit unerschütterlich zähem Engagement führten, sondern auch mit Gefängnis, Folter und einem brutalen Überlebenskampf im Konzentrationslager bezahlten.

Beide Frauen überlebten den Terror. Hanna Sturm verewigte ihre Erinnerungen in dem Buch „Die Lebensgeschichte einer Arbeiterin; vom Burgenland nach Ravensbrück“, während Käthe Sasso im Zeitzeugenprogramm seit den Neunzigerjahren unzählige Veranstaltungen und Vorträge bis zum heutigen Tag absolviert. Für die Veranstaltung „Hanna und Käthe“ wurde ein Interview mit der mittlerweile 92-Jährigen aufgezeichnet.

Aus diesem und weiteren Materialien über Käthe Sasso sowie aus dem Material des Buches und aus den auf Kroatisch geführten Interviews mit Hanna Sturm haben Josko Vlasich und Peter Wagner eine Erzählung über die beiden bemerkenswerten Frauen entwickelt, die filmisch, musikalisch und verbal aufbereitet den Bogen über ein gutes Jahrhundert Zeitgeschichte spannt.

Zum Nachlesen

STRAMME STEINE

Ein Denkmal, um den "Anschluss" zu feiern. Im Österreich des Jahres 2018. Das gibt´s nicht? Doch, das gibt es - mitten im Burgenland. Nachrichten aus Oberschützen. 

Essay in Die Presse. Spectrum am 24. März 2018 >>

Mein Herz ist wie ein Stein

Konzertfilm - Gustav Mahler Preis 2017 im Musikforum Viktring
von Peter Wagner 

LINK ZU GESAMTFILM DEMNÄCHST HIER!


Inszeniertes Oratorium als Beitrag zu den Menschenrechten
nach drei von Peter Wagner ausgewählten Texten von Sitting Bull, Winston Churchill und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai.
Uraufführung: Stift Viktring, Arkadenhof / 21. Juli 2017
Gustav Mahler Kompositionswettbewerb der Stadt Klagenfurt 2017

Zur Inszenierung des Gustav Mahler Kompositionspreises 2017 >>

Zum Nachlesen

SCHNEE ÜBER DER NOTWEHR DES MANNES

Den Männern fehlt die Einsicht, dass sie Selbstbildern folgen, die andere für sie konstruiert haben. Der Weg zu einer neuen männlichen Identität ist schwierig, ihn zu begehen aber unausweichlich.

Essay in Der Standard, 17./18. Feber 2018. Vollständiger Text >>

Zum Nachlesen

Der lange Schatten eines Denkmals

Vortrag von Peter Wagner
im Rahmen des 9. Dialogforums Mauthausen am 19. September 2017

Der vollständige Text ist hier nachzulesen >>

Letzte Bucherscheinung

Es ist eine Not mit uns - Ein pannonisches Pamphlet

Reden, Kommentare, offene Briefe aus nahezu drei Jahrzenten

Der burgenländische Autor und Regisseur Peter Wagner prägt nicht nur das kulturelle Geschehen, sondern auch den öffentlichen und politischen Diskurs im Land seit Jahrzehnten maßgeblich mit. Und dies nicht nur durch seine Bühnenwerke, Filme, künstlerischen Aktionen und literarischen Arbeiten, sondern vor allem auch durch offene und deutliche Worte, die er findet, wenn andere schweigen. Das Buch versammelt Reden, Kommentare und Offene Briefe aus nahezu drei Jahrzehnten, die sich unmittelbar auf konkrete gesellschaftliche, politische und kulturelle Ereignisse beziehen. Sie zeigen einen Künstler, der tief in seiner Umgebung verwurzelt ist und der seine Arbeit immer auch politisch versteht. Eingestreut sind Zwischenspiele aus literarischen und dramatischen Arbeiten Peter Wagners, die von der ewigen Wiederkehr des Absurden erzählen – in der Kunst und in der Wirklichkeit. (edition lex liszt 12)

Detailseite zum Buch >>

Buchbestellung: www.lexliszt12.at
Trailer zum Buch mit einem Ausschnitt aus "Ich eröffne" >>